Auf den Spuren der Antike – Olympische Spiele in Frankfurt (Oder)

Das Sportfest der Olympischen Spiele bildet den Abschluss der Griechenland-Epoche in der fünften Klasse. Über Wochen bereiten sich die Kinder im Geschichts- und Sportunterricht auf dieses Ereignis vor. Dabei stehen nicht nur die sportlichen Disziplinen im Mittelpunkt, sondern auch die Kultur und Lebensweise des antiken Griechenlands. Auf diese Weise wird Geschichte für die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise erfahrbar.  

In diesem Jahr zeigten die Schüler*innen und Schüler unserer 4./5. Klasse als erste Klasse unserer noch jungen Schule ihr Können beim Fünfkampf (Pentathlon) in den klassischen Disziplinen Speerwurf, Diskuswurf, Weitsprung, Ringen und Staffellauf. Die Freie Waldorfschule Frankfurt (Oder) richtete das Sportfest an einem Wochenende im Juni 2026 aus und lud die Fünftklässler*innen, Lehrkräfte sowie zahlreiche Eltern der Waldorfschulen aus Wildau, Cottbus, Görlitz und Frankfurt (Oder) zu sich ein. Ein besonderes Ereignis, dass in diesem Jahr so viele „Nachbars“-Schulen zusammenkommen konnten – nicht in jedem Jahr ist das möglich. Wir sind sehr froh, dass es dieses Mal geklappt hat und unsere Gründungsklasse in den Genuss dieser schönen Waldorftradition kommen konnte.

Ankommen und einstimmen 

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung. Die einzelnen Disziplinen wurden noch einmal gemeinsam geübt, ein griechischer Volkstanz einstudiert und die weißen Gewänder mit griechischen Schmuckmustern verziert. In den sogenannten Poleis – Stadtstaatengruppen Athen, Sparta, Delphi, Theben und Argos, in denen Kinder aller teilnehmenden Schulen bunt gemischt zusammenkamen – wurde gemeinsam trainiert, gespielt und gestaltet. Am Abend versammelten sich alle am Lagerfeuer. Gesang, Gedichte und gemeinsames Musizieren rundeten den ersten Tag ab. Unsere Schülerinnen und Schüler übernachteten – wie alle anderen Gast-Kinder – in den Klassenräumen der gastgebenden Schule und starteten nach einer eher kurzen Nacht gemeinsam in den Wettkampftag. 

Fairer Wettkampf und bleibende Erinnerungen 

Ganz in der Tradition der antiken Olympischen Spiele stand während des gesamten Wochenendes das Miteinander im Vordergrund. Nicht die Leistung des Einzelnen entscheidet, sondern der Einsatz für die Gemeinschaft. Jedes Kind tritt für seine Polis an, sodass am Ende die gemeinsame Leistung der Gruppe zählt. Fairness, gegenseitige Unterstützung, Freude an der Bewegung und das achtsame Einhalten der Regeln prägen diese Spiele bis heute. 

Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Eröffnungszeremonie am Olympischen Feuer. Vor der versammelten Athleten- und Kampfrichtergemeinschaft legten die jungen „Griechinnen“ und „Griechen“ das Versprechen ab, die Wettkämpfe fair zu bestreiten und die Leistungen der anderen zu achten. Anschließend begannen die Wettkämpfe in den einzelnen Disziplinen.  

Zum Abschluss erhielten jede Athletin und jeder Athlet eine Medaille. Die Siegerinnen und Sieger aus den Einzel-Ringkämpfen wurden zusätzlich mit einem Efeukranz ausgezeichnet. Doch weit entscheidender als Medaillen und Auszeichnungen war für die Kinder wohl die Klassenfahrt und das gemeinsame Erleben der Olympiade selbst. Die Kinder erzählten, dass neue Freundschaften über die eigene Klasse und Schule hinaus entstanden wären, sie die gegenseitige Unterstützung toll fanden und dass manche in den sportlichen Herausforderungen stolz und manchmal auch überrascht über die eigene Leistung waren. Mit gestärktem Gemeinschaftsgefühl in der Klasse und vielen schönen und interessanten Erinnerungen kehrten unsere „Großen“ nach Hause zurück – und schliefen sich erstmal gründlich aus.

Danke an alle Realisator*innen und Unterstützer*innen von den Waldorfschulen Frankfurt, Cottbus und Görlitz!

Waldorfschule Frankfurt (Oder)

Waldorfschule Cottbus

Waldorfschule Görlitz