Unser Schulgarten wächst
Im Jahr 2025 haben wir an unserer noch jungen Waldorfschule unseren Schulgarten neu angelegt. Seitdem ist dort ein lebendiger Lern- und Erfahrungsraum entstanden, in dem die Kinder unmittelbar erleben können, wie aus einem kleinen Samen eine Pflanze und schließlich eine Ernte entsteht.

Ab der 3. Klasse haben die Kinder bei uns wöchentlich Gartenbau. Mit viel Freude und Tatkraft haben sie Hochbeete angelegt, einen Kartoffelacker bepflanzt und sogar ein kleines Weizenfeld ausgesät. I
m Laufe des Jahres gibt es im Garten immer etwas zu tun: Die Kinder säen, pflanzen, jäten Unkraut, pflegen und düngen die Pflanzen – unter anderem mit selbst angesetzter Brennnesseljauche – und freuen sich schließlich über die Ernte.
Dabei wachsen nicht nur Gemüse und Kräuter, sondern auch viele Erfahrungen: Die Kinder lernen, Verantwortung für ihre Beete zu übernehmen, die Entwicklung der Pflanzen aufmerksam zu beobachten und die Früchte ihrer eigenen Arbeit zu genießen.
Besonders schön ist es, gemeinsam zu erleben, wie aus sorgfältiger Pflege etwas Essbares entsteht.
Auch das Gerüst unserer Weidenhütte hat sich prächtig entwickelt und ist gut angewachsen. So entsteht nach und nach ein besonderer Ort, der unseren Schulgarten bereichert und den Kindern Raum zum Entdecken und Verweilen bietet.
Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass unser Schulgarten wachsen konnte! Wir freuen uns darauf, ihn gemeinsam mit unseren Kindern weiterzuentwickeln und auch in den kommenden Jahren viele kleine und große Früchte zu ernten.






Gemeinsam Fledermäuse schützen

Fledermäuse sind faszinierende und wichtige Tiere – sie halten unsere Ökosysteme im Gleichgewicht, finden aber immer seltener geeignete Lebensräume. 19 der 25 in Deutschland lebenden Fledermausarten kann man in Brandenburg antreffen. Obwohl die Fledermäuse keine natürlichen Feinde in Deutschland haben, sind sie dennoch stark gefährdet. Problematisch ist besonders die intensive Land- und Forstwirtschaft sowie der Rückgang der natürlichen Lebensräume.
Mit unserem Projekt möchten wir gemeinsam etwas für den Erhalt von Fledermäusen tun.
Beim Frühlingsfest bauten die Kinder zusammen mit Gästen Fledermauskästen, die später im Schulgarten, in der Umgebung oder auch in privaten Gärten aufgehängt wurden. So entstehen Schritt für Schritt neue kleine Zufluchtsorte für diese besonderen Tiere.
Mehr über das Projekt lest ihr hier.
Waldorfschule und Natur- und Umwelt
Seit ihrer Gründung im Jahr 1919 stehen Waldorfschulen für eine ganzheitliche Bildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Werte wie Umweltschutz, demokratische Teilhabe und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt. Diese Prinzipien sind tief in der Waldorfpädagogik verwurzelt und prägen den Schulalltag bis heute. Ein achtsamer Umgang mit der Natur gehört zu den Grundpfeilern der Waldorfpädagogik. Viele Waldorfschulen setzen sich aktiv für Klimaneutralität ein, etwa durch das Projekt CO2ero, das Schulen bei der Reduktion ihres ökologischen Fußabdrucks unterstützt. Ziel ist es, Schüler:innen zu befähigen, nachhaltige Lebensweisen zu entwickeln und Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.
Die Kinder unserer Schule werden ab der 1. Klasse an ökologische Themen herangeführt. Bereits ab der ersten Klasse werden Kinder an ökologische Themen herangeführt. Praktische Projekte wie Gartenbau oder ein Landbaupraktika fördern ein Verständnis für die Natur. Sie wertzuschätzen, zu respektieren und zu bewahren, wird im Unterricht gelehrt und in unserer Schulgemeinschaft gelebt. Dazu gehören z.B. die Themen Mülltrennung, Stromsparen und der (sinnliche) Umgang mit natürlichen, nachwachsenden Materialien wie Holz oder Wolle. Die Kinder haben in den letzten drei Jahren gemeinsam Müll in der Umgebung gesammelt, zusammen mit dem NABU die Schafe (Skudden) im Biotop-/Artenschutz am Höllengrund-Pulverberg (Zeuthen) besucht und einen Tag im Dahmelandmuseum Königs Wusterhausen erlebt.
Naturzeit über die Jahre





Ackerbauepoche
In der dritten Klasse erleben die Kinder wie es ist, selbst einen Acker zu bestellen. Die Ackerbauepoche
Die Ackerbauepoche ist ein besonderer Bestandteil des Unterrichts in der Waldorfpädagogik. Die Kinder erleben dabei unmittelbar, wie aus Erde, Saatgut, Pflege und Zeit Nahrung entsteht. Sie lernen grundlegende Arbeiten des Ackerbaus kennen – vom Vorbereiten des Bodens über das Säen und Pflegen bis hin zum Ernten.
Dabei steht nicht nur die praktische Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Kinder entwickeln ein Verständnis für natürliche Kreisläufe, für die Jahreszeiten und für die Bedeutung von Boden, Pflanzen und menschlicher Arbeit. Durch das eigene Tun werden Geduld, Verantwortungsgefühl und Wertschätzung für Lebensmittel und die Natur unmittelbar erfahrbar.
So verbindet die Ackerbauepoche praktisches Arbeiten mit naturkundlichen, sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft einen lebendigen Bezug zur Erde und zu unserer Ernährung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung
„BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. Eine solche gesellschaftliche Transformation erfordert starke Institutionen, partizipative Entscheidungen und Konfliktlösungen, Wissen, Technologien sowie neue Verhaltensmuster. (Weiter lesen, was ist BNE?)
Ein tieferes Verstehen der lebendigen Natur gehört zu den Leitideen der Waldorfpädagogik. An vielen Waldorfschulen ist die Bemühung um einen umwelt- und klimafreundlichen Schulalltag längst fester Bestandteil ihres Schulprofils. Diese Schulen sind Vorbilder bei der Frage, wie eine Einrichtung zusammen mit Kindern und Jugendlichen, Lehrer*innen und Eltern klimafreundliches, nachhaltiges Verhalten im alltäglichen Schulmiteinander kompetent entwickeln und umsetzen kann.
Die Freie Waldorfschule Wildau möchte ihren Beitrag leisten und perspektivisch die BNE-Ziele auf pädagogischer und organisatorischer Ebene unterstützen.

Das Projekt CO2ero, klimaneutrale Waldorfschule jetzt!
Einige Waldorfschulen gehen entschlossen voran und wollen klimaneutral werden, zum Beispiel die Troxler-Schule in Wuppertal. Dies wird ermöglicht durch das Projekt CO2ero, klimaneutale Waldorfschulen! im Bund der Freien Waldorfschulen, der Vereinigung der Waldorfkindergärten und Anthropoi Bundesverband. CO2ero bietet umfassende Begeitung für die Projektschulen sowie Schulungen, Meetings und eine stetig wachsende offene Materialdatenbank mit zahlreichen hilffreichen Informationen, Tipps und Links. Mehr lesen Sie hier.
(Text: Bund der Waldorfschulen)



